Draußen schlafen: die besten Tipps ohne Zelt

Eine blonde Frau liegt im Schlafsack auf einer wiese in den Bergen
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Eine Nacht unter dem freien Sternenhimmel übernachten – wer träumt nicht davon? Immer mehr Menschen möchten eine Nacht in der Wildnis erleben und den Geräuschen der Natur lauschen. Wer in der Natur übernachtet, möchte in der Regel nicht auf den gewohnten Komfort von Zuhause verzichten. Wir zeigen Ihnen die besten Tipps, wie Sie auch ganz ohne Zelt eine einmalige Nacht in der Natur verbringen können. 

Der richtige Zeitpunkt für eine Nacht im Freien

Wer überlegt, eine Nacht in der Natur zu verbringen, sollte den richtigen Moment abwarten. Denn was gibt es Schlimmeres als schlechtes Wetter beim Schlafen im Freien? Am besten eignet sich der Sommer für eine Nacht im Freien. Die Temperaturen sollten im besten Fall über 10 Grad liegen, damit Sie in der Nacht nicht frieren. Zusätzlich sollten Sie immer den Wetterbericht im Auge haben, um ein Unwetter oder schlechtes Wetter zu umgehen. Denn niemand möchte von einem Gewitter oder strömenden Regen geweckt werden. 

Draußen schlafen - Was ist erlaubt und was nicht?

In die Natur fahren und das Lager aufschlagen – so leicht geht es in der Regel nicht. Wer in der Natur übernachten möchte, muss sich mit den Regeln und Gesetzen auseinandersetzen. Bevor Sie sich an einem Ort niederlassen, müssen Sie sich über örtliche Regelungen informieren. Schauen Sie sich die Bestimmungen zum Wildcamping und Biwakieren genau an und achten Sie zusätzlich auf mögliche Verbote. Auf einem privaten Grundstück benötigen Sie immer die Erlaubnis des Eigentümers. Generell sollten Sie auf die Natur acht geben und diese immer so verlassen, wie Sie von Ihnen vorgefunden wurde. 

Trekking-Plätze eignen sich auch sehr gut für eine Nacht im Freien. In vielen Wäldern können solche wiedergefunden werden. Wenn die überlegen hier eine Nacht zu verbringen, müssen Sie auf lokale Anweisungen und Verbote achten.

Die beste Ausrüstung für Ihr Abenteuer

Wer nach einem Abenteuer sucht, ist mit einer Nacht im Freien ganz ohne Zelt gut bedient. Mit nur wenig Ausrüstung kann das Abenteuer beginnen. Neben einer bequemen Isomatte, die als Matratzen Ersatz dient, darf auch ein kuscheliger Schlafsack nicht fehlen. Der Schlafsack hält Sie auch bei milderen Temperaturen in der Nacht gemütlich warm. Da die Böden meistens auch feucht sein können, kann es sinnvoll sein eine Decke als Unterlage für Ihren Schlafplatz mitzunehmen. Je nach Temperatur und Witterungsverhältnissen kann ein Biwaksack anstelle eines Schlafsacks genutzt werden. Der Biwaksack ist extra dick und hält Sie auch ohne Zelt warm. Die meisten Biwaksäcke haben sogar in integriertes Mückennetz, womit die Art Schlafsack geschlossen wird. Diese schützt Sie in der Nacht sehr gut vor Mückenstichen und anderen Krabbeltieren. 

Damit Sie inmitten der Dunkelheit auch etwas sehen können, sollten Sie eine Taschenlampe dabei haben. Am besten eignet sich eine Stirnlampe, damit Sie im Notfall etwas sehen können. Je nach Länge des Aufenthalts sollten Sie einen Campingkocher, Lebensmittel und Geschirr dabei haben. Ganz wichtig ist auch ausreichend Wasser. Gerade wenn Sie einen längeren Fußmarsch vor sich haben ist ausreichend Wasser ganz wichtig. Selbst wenn es womöglich einen See oder Fluss gibt, sollten Sie dieses Wasser niemals trinken. Trinken Sie wenn nur Wasser von einer Quelle, die als Trinkwasser-Quelle explizit ausgeschildert wurde.

Ist das Übernachten ohne Zelt gefährlich?

Grundsätzlich ist das übernachten in der Natur in Deutschland nicht gefährlich. Obwohl es gefährliche Tiere wie beispielsweise Wildschweine gibt, greifen diese in der Regel nicht grundlos an. Achten Sie bei Ihrer Übernachtung darauf, Naturschutzzonen zu meiden und die Tiere nachts nicht zu stören. Vermeiden Sie daher laute Musik und zu helles Licht, welches die Tiere beim Schlafen stören könnte. Beobachten Sie die Tiere außerdem nur aus der Ferne und gehen Sie nicht zu nah an die Tiere heran. Besonders, wenn Jungtiere dabei sind, sollten Sie die Tiere besser ungestört lassen. Um keine wilden Tiere anzulocken, empfiehlt es sich keine Essensreste offen herumstehen zu lassen. Das Essen würde wilde Tiere anlocken, was Sie natürlich lieber vermeiden möchten. 

Die einzigen Tiere bzw. Insekten, die Ihnen zu nahe kommen können, sind Mücken und andere Insekten. Mücken halten sich bevorzugt in feuchten Gebieten auf. Ein Teich, See, Sumpf oder andere Gewässer sollten Sie als Schlafplatz besser meiden. Statten Sie sich zusätzlich mit Anti-Mückenmittel aus, um nicht die zerstochen zu werden. Zusätzlich ist es sinnvoll, das Lager nicht inmitten eines Ameisenhaufens auszulegen. Schließlich sind auch Ameisenbisse sehr unangenehm! 

Eine jedoch ernstzunehmende Gefahr geht von den plötzlich auftretenden Sommergewittern aus. Diese werden meistens nicht vorhergesehen und können schnell zum Verhängnis werden. Besonders wenn Sie im Wald mit vielen Bäumen schlafen, kann ein Gewitter schnell zur Gefahrenquelle werden. Suchen Sie sich in solch einer Situation schnell einen sicheren Unterschlupf. Meiden Sie unbedingt Bäume!

Den besten Schlafplatz in der Natur finden

Wenn Sie in der Natur übernachten möchten, sollten Sie sich einen passenden Schlafplatz aussuchen. Am besten eignen sich hier trockene und gerade Flächen. Meiden Sie die Nähe zu einem Gewässer oder einem Abgrund, den Sie potenziell hinunterstürzen könnten. Suchen Sie sich am besten ein windgeschütztes Plätzchen. Unter einem Unterstand oder Bäumen sind Sie sicher vor unerwarteten Regenschauern. 

Vorbereitung ist alles: die besten Tipps

  • Informieren Sie sich über die Regelungen, des Biwakieren und Waldcamping
  • Suchen Sie sich ein Schlafplatz vor Einbruch der Dunkelheit
  • Haben Sie immer einen Plan B bzw. eine Notlösung 
  • Packen Sie alle wichtigen Sachen ein (Schlafsack, Taschenlampe, usw.)
  • Tragen Sie die richtige und funktionale Kleidung
  • Informieren Sie Familie und Bekannte über Ihren Aufenthaltsort
  • Nehmen Sie ein Handy mit, damit Sie im Notfall Hilfe rufen können
  • Behalten Sie Wertgegenstände so nah wie möglich am Körper